Die World Steel Association erwartet, dass die weltweite Stahl efterfrage in diesem und dem kommenden Jahr weiter steigen wird.
Die World Steel Association hat im April 2024 den Kurzfrist-Prognosebericht zur Stahlnachfrage veröffentlicht und vorhergesagt, dass die weltweite Stahlnachfrage 2024 um 1,7 % zunehmen wird, wodurch sie 1,793 Milliarden Tonnen erreichen wird; die weltweite Stahlnachfrage wird 2025 um 1,2 % steigen und 1,815 Milliarden Tonnen erreichen. Von 2024 bis 2025 wird die weltweite Stahlnachfrage weiter wachsen. Was China betrifft, so prognostiziert die World Steel Association, dass die chinesische Stahlnachfrage 2024 ungefähr auf dem Niveau von 2023 verbleiben wird. Obwohl der fortgesetzte Rückgang der Immobilieninvestitionen zu einer entsprechenden Verringerung der Stahlnachfrage führen wird, wird das durch Infrastrukturinvestitionen und Fertigung hervorgerufene Nachwachstum den Rückgang in der Immobilienbranche ausgleichen. Im Jahr 2025 wird die chinesische Stahlnachfrage um 1 % zurückgehen, was deutlich unter dem Nachfragehöhepunkt von 2020 liegt.
Von 2024 bis 2025 wird die weltweite Stahlbedarfsaußerhalb Chinas um jährlich 3,5 % wachsen. Spezifisch gesehen wird sich der Stahlbedarf in Indien aufgrund der Auswirkungen lokaler Infrastrukturinvestitionen von 2024 bis 2025 kontinuierlich um 8 % erhöhen. Der Stahlbedarf im Jahr 2025 wird um fast 70 Millionen Tonnen höher sein als im Jahr 2020; nach dem Wachstumsschwund von 2022 bis 2023 wird der Stahlbedarf in anderen Schwellenländern wie dem Nahen Osten, Nordafrika und ASEAN von 2024 bis 2025 beschleunigen. Dabei wird der Stahlbedarf in ASEAN aufgrund politischer Instabilität und anderer Faktoren wahrscheinlich weiter abnehmen; der Stahlbedarf in den Industrieländern wird sich 2024 und 2025 jeweils um 1,3 % bzw. 2,7 % erhöhen. Der Stahlbedarf in der EU soll sich 2025 erheblich erholen, während die Vereinigten Staaten, Japan und Südkorea auch weiterhin eine robuste Nachfrage nach Stahl zeigen werden. Es ist zu beachten, dass die EU und Großbritannien weiterhin die Regionen sind, die den größten Herausforderungen für das weltweite Stahlwachstum gegenüberstehen. Die Stahlindustrie in der EU und dem Vereinigten Königreich steht vor vielen Herausforderungen wie geopolitischen Veränderungen und Unsicherheiten, hoher Inflation, monetärer Restriktion und dem Rückzug einiger fiskalischer Unterstützung sowie hohen Energie- und Rohstoffpreisen. Im Jahr 2023 ist der Stahlbedarf scharf gesunken und hat das Niveau erreicht, das seit dem Jahr 2000 am niedrigsten war. Das prognostizierte Niveau für 2024 wird ebenfalls erheblich reduziert, und Anzeichen einer Erholung sind erst für 2025 mit einem Anstieg von 5,3 % zu erwarten. Die Grundlagen des amerikanischen Stahls sind akzeptabel, und es wird erwartet, dass er schnell wieder auf das Wachstumspfad zurückkehrt im Jahr 2024.
Aus der Perspektive der nachgelagerten Industrien hat einerseits hohe Zinssätze und hohe Baukosten zu einem Rückgang in der Wohnbauindustrie geführt, was die Nachfrageerhöhung in den meisten wichtigen Stahlverbrauchsräumen gedrosselt hat. Im Jahr 2023 waren die Aktivitäten im Wohnbau in den USA, China, Japan und der Europäischen Union nicht aktiv, und aufgrund der Auswirkungen der Geldpolitikrestriktionen wird mit einem erheblichen Aufschwung der Stahlnachfrage im Wohnbau erst ab 2025 gerechnet; andererseits haben hohe Kosten, hohe Unsicherheit, engere Finanzierungskonditionen und schwache weltweite Nachfrage zu einer schwachen globalen Fertigungsaktivität geführt, die im Jahr 2024 weiterhin schwach bleiben soll. Die Automobilindustrie in den meisten Ländern zeigt bestenfalls ein schwaches Wachstum.
Darüber hinaus glaubt die World Steel Association, dass die grüne Transformation der Weltwirtschaft erheblich ist, was einer der Hauptgründe für starke Investitionen in die öffentliche Infrastrukturindustrie ist. Ein jüngliches Studie des Market Research Committees der World Steel Association zeigte beispielsweise, dass neue Windkraftanlagen bis 2030 die globale Stahlbedarfsdreifachung auf etwa 30 Millionen Tonnen antreiben werden, im Vergleich zu den frühen 1920er Jahren. Während der Stahlbedarf aus der Windenergiebranche einen relativ kleinen Anteil am gesamten globalen Bedarf ausmacht, hat er das Potenzial, die Gesamtnachfrage nach Stahl in Regionen wie Europa zu unterstützen. Es sollte beachtet werden, dass öffentliche Infrastrukturinvestitionen, die darauf abzielen, den Aufbau von Infrastrukturen zu stärken, Klimarisiken zu bekämpfen und Wiederaufbau nach Katastrophen durchzuführen, wichtige Faktoren sind, die das Wachstum der Stahlnachfrage in den wichtigsten Stahlverbrauchsländern wie Japan, Südkorea und der Türkei im Jahr 2023 unterstützen. Die World Steel Association betonte, dass obwohl öffentliche Infrastrukturinvestitionen und Investitionen in die Fertigung weiterhin stark sein werden, hohe Baukosten und Arbeitskräftemangel möglicherweise den zukünftigen Wachstums der öffentlichen Infrastrukturinvestitionen und der Fertigungsinvestitionen kurzfristig einschränken könnten.